Der Küstenkanal ist eine sich über 67 km erstreckende ca. von 1921-1935, künstlich erbaute Wasserstraße, die die Ems in Dörpen (im Emsland) mit der Hunte in Oldenburg (im östlichen Niedersachsen) verbindet. Darüber besteht eine Verbindung zur Weser.
In früherer Zeit diente dieser Kanal der Entwässerung des Nordens und dem Transport von Torf. Heute ist er eine Binnenschifferstraße zwischen Weser und Ems.
Da der Kanal von zwei Schleusen (Schleuse Oldenburg bei km 0 und Schleuse Dörpen bei km 64,9) eingefasst ist, herrscht eigentlich keine nennenswerte Strömung. Das Schleusen sowie die Schifffahrt machen sich schon hin und wieder beim Fischen bemerkbar.
Die Struktur des Kanals ist meines Erachtens etwas eigenartig gestaltet. So verläuft auf einer Seite die Bundesstraße 401 und auf der anderen Seite ein für die Landwirtschaft befahrbarer Laienpfad. Will man zum Fischen auf diesem Pfad halt machen, ist unbedingt darauf zu achten, das Auto auf der Kanal abgelegenen Seite zu parken, da es durch Überprüfungen der Polizei oder der Wasser- und Schifffahrtsdirektion teuer zu stehen kommen könnte.
„Bivys” oder „Domes” sind erlaubt.
Weil das Kanalufer teilweise stark gesteint ist, ist es oft schwierig, sein „Tackle” aufzubauen. Das Gewässer an sich könnte man eigentlich als Badewanne bezeichnen.
In der Mitte weist der Kanal Tiefen bis zu 4,50 m auf. Manchmal braucht man 4,00 m auf einer Seite, auf einer anderen fast doppelt so viel, um auf Tiefe zu kommen. Stellenweise ist er 25 m breit, manchmal auch noch breiter, schließlich ist er für Schiffe bis 86,00 m Länge und 9,60 m Breite zugelassen.


Es gibt eine ganze Reihe „Hot Spots” an diesem Kanal aber der Fisch kann schon mal auf Strecke gehen. Die Gewichtsklassen, die zu erzielen sind, liegen durchaus auf der 15 kg+ Seite. Wenn man nicht gerade auf einem Futterplatz sitzt, sollte man auf alle Fälle einen 3-Tage-Trip einplanen, um nicht als Schneider nach Hause zu kommen.

Die Schifffahrt ist rund um die Uhr in Bewegung. Es kommt vor, dass man trotz der Rennatmosphäre auf der Bundesstraße, in den Schlaf gesunken, durch einen Bruttoregistertonnen-Biss aus den „Federn” gerissen wird. Auch der gute Brassenbestand kann einem schon mal schlaflose Nächte bereiten. Standortfische sind hier wie in fast allen Kanälen und Flüssen nicht auszumachen. Unsere barteltragenden Zigeuner kommen immer mal wieder vorbei. Oftmals genießen sie auch nur für einige Zeit das Futterangebot an ruhigeren Stellen, bevor sie sich wieder in die „Rührschüssel”, den von Schiffsschrauben aufgewühlten Kanal begeben.
Aber dieses Herausfinden und die Aufmerksamkeit auf andere Leckerbissen zu lenken, sind die Besonderheiten, die das Kanalangeln ausmachen. An Gerätebestand sind 4 Ruten erlaubt. Es dürfen innerhalb einer Woche bis 8 Fische (Karpfen, Hecht, Zander) gefangen werden. Für Gastangler sind hier die
Kartenausgabestellen aufge-führt.
An der Nordseite ist das Fischen teilweise unmöglich, da überhängende Vegetation und größtenteils stark abschüssiges Ufer sowie Bundesstraße. Auf der Südseite ist die Böschung steinig, die Ufervegetation wurde in den letzten Jahren stark zurückgeschnitten. Weitläufig lang abfallender Gewässergrund. Manchmal soll es noch leichte Buhnenandeutungen in der Steinpackung geben.
Als Unterkunft empfiehlt sich ein „Bivy” oder ein „Dome”, der sich auch ohne großartige Befestigung aufstellen lässt.
Auf der Zeichnung sieht man das untypische Badewannenprofil.
Manchmal lassen sich mit dem Echolot einige Löcher und Kanten finden. Interessanter ist meines Erachtens die Bundesstraßenseite, wegen der steileren Uferböschung, da hier der Fisch stets auf Nahrungssuche ist und der Großfisch nicht so vom Schiffverkehr gestört wird.
Beide Seiten kann man unproblematisch befischen, wenn man sich für eine der Brücken, eine Liegestelle oder für das Sperrtor entscheidet. Andrerseits ist der Geräuschpegel von der Bundesstraße unangenehm.
An Hand der Bilder sind einige „Hot Spots” zu erkennen, die vom Fisch eher heimgesucht werden, als ein neu angelegter Platz auf der Strecke. Hier ist es oft wissenswert, wo sich die Futterstellen befinden.
[Thülsfelder Talsperre]
[Soeste]
[Aue]
[Lahe]
[Lahe Ableiter]
[Ohe]
[Marka]
[Sagter-Ems]
[Leda]
[Friesoyther Kanal]
[Küstenkanal]
[Ambührener See]
[Halener Badesee]
[Galgenmoor]
[Mühlenteich]
[Surfsee]
[Köster's Teich]
[Teich II]
[Maiglöckchensee]
[Ententeich]
[MT Teich]





