Wappen Fischereiverein für den Bezirk der Friesoyther Wasseracht e.V.

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Marka soll für Lachse Heimat werden.
von Thomas Haselier, NWZ v. 24.10.07

  • Fluss wird zwischen Markhausen und Ellerbrock fürs Laichen der Edelfische
    vorbereitet vorbereitet
  • Am Wochenende wurde eine spezielle Fanganlage in die Marka eingebaut
  • Sie soll den Erfolg der Maßnahmen dokumentieren

    ELLERBROCK/MARKHAUSEN - Knut Tholen, Hauptgewässerwart des Fischereivereins für den Bezirk der Friesoyther Wasseracht, ist sich sicher: Die Plackerei hat sich gelohnt. Mit einigen Helfern hatte Tholen am Wochenende zwischen Ellerbrock und Markhausen eine spezielle Fanganlage für Lachse in die Marka gebaut. Denn es gibt gute Aussichten, dass der Edelfisch sich in dieser Region wieder ansiedeln könnte.

    In der Marka werden deshalb in den kommenden Wochen auch acht bis zehn Laichplätze angelegt, wie der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft und Küstenschutz (NLWKN) mitteilte. Fachleute erhoffen sich davon eine größere Fischvielfalt in der Marka.

    Die Fische profitieren von der Wasserrahmenrichtlinie – einer Vorgabe der Europäischen Union, mit deren Hilfe Flüsse, Seen und das Grundwasser geschützt und gegebenenfalls saniert werden müssen mit dem Ziel, nach 15 Jahren einen guten Zustand zu erreichen.

    Das Land Niedersachsen stellt für dieses Projekt lediglich das Material zur Verfügung, ansonsten erfolgt die Realisierung ehrenamtlich: Der Fischereibiologe des Landesfischereiverbandes Weser-Ems, Dr. Jens Salva, und Hauptgewässerwart Knut Tholen übernehmen die fachliche Planung und Begleitung des Projekts. Die Friesoyther Wasseracht sorgt dafür, dass das Material an die richtigen Stellen in den Fluss kommt.

    Rund 12.000,- Euro kostet das Projekt, an dem sich auch der Landesfischereiverband Weser-Ems beteiligt. Dessen Sprecher für die Sportfischer, Ede Brumund-Rüther, hält das nur für folgerichtig: „Der Lachs ist für uns ein Leitfisch, der hier früher überall heimisch war. Es muss gelingen, ihn hier wieder anzusiedeln.”

    Die Chancen dafür sind nicht schlecht. „Mit der Erholung der Wasserqualität sind die Bedingungen für den Fisch nicht schlecht”, sagt Jens Salva. Allerdings sei wichtig, dass die Behörden bestehende Gesetze auch anwenden und so für eine weitere Verbesserung der Wasserqualität sorgen. Mit großer Spannung warten Wissenschaftler und Sportfischer nun auf die Ankunft der ersten Lachse in der Marka.



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