Wappen Fischereiverein für den Bezirk der Friesoyther Wasseracht e.V.

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Fachleute bereiten das Bett für die Meerforellen
Land und Fischereiverein finanzieren Maßnahme

von Hermann Huge, MT v. 30.10.07, Bilder Knut Tholen

Markhausen/Friesoythe – Die „strukturelle Aufwertung” der Marka schreitet voran. Von der Friesoyther Wasseracht wurden jetzt in dem Gewässer weitere Laichplätze für so genannte kieslaichende Fischarten wie Meerforellen, Neunaugen und Lachse angelegt.

Der Verband arbeitete dabei eng mit dem Landesfischereiverband Weser-Ems und dem Fischereiverein für den Bezirk der Friesoyther Wasseracht zusammen. Strukturverbesserung in der Marka durch Einbringen von 900 Tonnen Kies

Auf einem Streckenabschnitt von rund einem Kilometer (südöstlich von Neuvrees, im Bereich Markhauser Kläranlage, Straße „Zum Fleerweg”) wurden rund 900 Tonnen abgestufter Kies in den Uferbereich der Marka eingearbeitet. Die Finanzierung erfolgte durch das Land Niedersachsen (15000 €) und den Fischereiverein (3000 €), teilte Wasseracht-Geschäftsführer Dipl.-Ing. Heinrich Germann gestern mit.
Rund eine Woche seien drei Arbeiter der Wasseracht mit der Umsetzung der Maßnahme beschäftigt gewesen.

Fachlich begleitet wurde das Projekt von Dr. Jens Salva, Fischereibiologe des Landesfischereiverbandes, und von Knut Tholen, Hauptgewässerwart des Fischereivereins.

Bereits im Frühjahr waren in einem anderen, rund 500 Meter langen Abschnitt der Marka ebenfalls Laichplätze für kieslaichende Fischarten geschaffen worden. Mit großem Erfolg, wie Dr. Jens Salva und Hauptgewässerwart Knut Tholen hervorhoben. Strukturverbesserung in der Marka durch Einbringen von 900 Tonnen Kies

Damals seien nach der Anlegung der Laichplätze circa 30000 Meerforellen-Brütlinge in der Marka und im Delschloot ausgesetzt worden. Diese hätten sich im Bereich der neuen Kiessenken hervorragend entwickelt, wie das Kontrollfischen am vergangenen Sonntag gezeigt habe, freute sich Tholen. Das sei eindeutig der Verbesserung der Gewässerstruktur zuzuschreiben. „Wir stellen unser Bett ja auch nicht auf die Autobahn.”

Die Fachleute hoffen nun, dass die Meerforellen, die nach zwei Jahren abwandern, später als Laichfische zurückkehren. Das Gleiche gilt für Lachse, die bislang in der Marka nicht heimisch sind.

Heinrich Germann richtet derweil den Blick bereits nach vorne. Dem Geschäftsführer der Wasseracht schwebt eine weitere Optimierung der Verhältnisse in der Marka vor. Dabei denkt er unter anderem an „Strömungslenker” für das Gewässer. Doch wie bei der jetzigen Maßnahme, setzt Germann auch hier auf eine „enge Absprache mit den Fachleuten”.