Fischkrankheiten

Kommt in einem Gewässer ein Fischsterben vor, so kann die Ursache eine Fischkrankheit oder eine Gewässerverunreinigung sein.
Bei einer Fischkrankheit treten Verluste über einen längeren Zeitraum auf. Betroffen ist meistens nur eine bestimmte Fischart oder Altersklasse.
Bei einer Verunreinigung entsteht ein Massensterben innerhalb kürzester Zeit. Betroffen ist dabei meistens der gesamte Fischbestand. Deshalb wird jeder Angelfreund aufgerufen, Fischkrankheiten und Gewässerverunreinigungen rechtzeitig zu erkennen und dem Verein mitzuteilen.
Nur wenige Fischkrankheiten können auf den Menschen übertragen werden, deshalb sollte man nicht in Panik geraten, wenn hier ein Überblick über die Krankheiten unserer heimischen Fischarten gegeben wird.
Das Thema Fischkrankheiten ist zwar nicht gerade appetitlich, aber ganz besonders Fischerprüfungsaspiranten und Gewässerwarte kommen an diesem Thema nicht vorbei.


Infektiöse Bauchwassersucht (IBW)
Chronische Bauchwassersucht (Erythrodermatitis)
Frühjahrsvirämie (SVC)
Infektiöse Pankreasnekrose (IPN)
Befall mit Kratzern (Acanthocephala)
Metazerkarienbefall (Würmer)
Karpfenlaus - Argulus
Fischegel
Saprolegnia - Wasserschimmelpilz
Kiemennekrose
Drehkrankheit
Taumelkrankheit
Pockenepitheliom
Befall mit Sporentierchen (Sporozoa)
Ichthyophthiriasis multifilis (Grieskörnchen-Krankheit)
Forellenseuche (VHS, Egtved-Krankheit)
ISA - Infectious Salmon Anaemia
Fleckenseuche
Furunkulose
Band- und Fadenwürmer
Nematoden (Fadenwürmer)
Rotmaulseuche (ERM)


Infektiöse Bauchwassersucht (IBW)

Bei dieser gefährlichen Cypriniden-Krankheit handelt es sich um einen Komplex aus mehreren Krankheitsformen, die von verschiedenen Fischpathologen heute als eigenständige Erkrankung betrachtet werden ...mehr
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Chronische Bauchwassersucht (Erythrodermatitis)

Die chronische Bauchwassersucht, in der Geschwürform, ist eine Erkrankung, die bei schlechten Haltungsbedingungen auftreten kann, sich zwar eindämmen lässt, aber gewöhnlich bei der nächsten Schwächung der Fische wieder auftritt ...mehr
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Frühjahrsvirämie (SVC)

Die Virus-Erkrankung tritt in der Regel im Frühjahr beim Aufwärmen des Teichwassers auf und verschwindet spontan bei Temperaturen über 20° C. ...mehr
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Infektiöse Pankreasnekrose (IPN)

Eine ebenfalls sehr ansteckende Systemerkrankung der Salmoniden ist die IPN. Ihr Erreger gehört zu den Reo-Viren ...mehr
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Befall mit Kratzern (Acanthocephala)

Gelegentlich weisen Forellen im Darm festsitzende, bis zu 1 cm lange, weißlich gelbe, ungegliederte Würmer auf. Meist handelt es sich dabei um den sog. Kratzer ...mehr
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Metazerkarienbefall (Würmer)

Der Befall unserer einheimischen Fische mit Metazerkarien verschiedener Saugwürmer (Trematoden) hat in den letzten Jahren zugenommen. Das liegt zum einen daran, dass die Endwirte der Parasiten, fischfressende Vögel und Säuger, stark zugenommen haben ...mehr
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Karpfenlaus - Argulus

Die verschiedenen Argulus-Arten sind gefährliche Hautparasiten an Cypriniden, Hechten, Barschen, aber auch an Aalen und Forellen. Karpfenläuse sind mit bloßem Auge leicht zu erkennen ...mehr
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Fischegel

In mitteleuropäischen Gewässern ist der gemeine Fischegel, Piscicola geometra, am verbreitetsten. Er ist mit bloßem Auge leicht zu erkennen, denn bis zu 5 cm lang, besitzt er an den Körperenden je einen scheibenförmigen Saugnapf ...mehr
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Saprolegnia - Wasserschimmelpilz

Die meisten Angler, die regelmäßig angeln, haben das Phänomen erlebt. Ein oder mehrere weißgefleckte Fische (wattebauschartige, grauweiße Verpilzungen) schwimmen faul an der Wasseroberfläche, deutlich von einem Pilzbefall gezeichnet, der leicht zu erkennen ist ...mehr
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Kiemennekrose

Viele Außenparasiten bevorzugen die Kiemen als Standort, weil sie hier mit sauerstoffreichem Wasser und Nahrung versorgt werden und in der Kiemenhöhle geschützt leben können. Durch den einfachen Bau der Kiemen hat dieses Organ nur begrenzte Möglichkeiten, auf schädliche Einflüsse zu reagieren ...mehr
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Drehkrankheit

Die Drehkrankheit ist eine parasitäre Erkrankung, die vornehmlich für Forellenbrut und -setzlinge (wobei Bachforellen selten offensichtlich erkranken) bis zu etwa 6-7 cm gefährlich ist ...mehr
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Taumelkrankheit

Auch die sog. Taumelkrankheit, die alle Süßwasserfischarten und viele Meeresfische heimsucht, wird von einem Pilz, Ichthyosporidium hoferi (früher Ichthyophonus hoferi) hervorgerufen ...mehr nach oben


Pockenepitheliom

Eine weitere Viruserkrankung der Cypriniden sind die als Pocken bezeichneten Oberhautwucherungen ...mehr
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Befall mit Sporentierchen (Sporozoa)

Sporozoa-Arten zählen zu den gefürchtesten Krankheitserregern bei Fischen überhaupt. So werden z. B. die Drehkrankheit der Salmoniden und die Beulenkrankheit der Barben durch Sporzoen hervorgerufen ...mehr
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Ichthyophthiriasis multifilis (Grieskörnchen-Krankheit)

Erreger ist das zu den Protozoen gehörende, bis zu 1 mm große Wimperntierchen (Ichthyophthirius multifiliis). Der Parasit lebt eingekapselt in der Unterhaut und im Kiemengewebe, das er zerstört ...mehr
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Forellenseuche (VHS, Egtved-Krankheit)

Die VHS ist eine Virusinfektion. Sie befällt vorwiegend Salmoniden (Forellenartige), und unter ihnen gilt die Regenbogenforelle als besonders anfällig. Der Erreger der Krankheit (ein Rhabdovirus) wurde erstmalig Ende der vierziger Jahre in einer Teichwirtschaft in der Nähe des dänisch-jütländischen Dorfes Egtved isoliert und ist heute über ganz Europa verbreitet ...mehr
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ISA - Infectious Salmon Anaemia

Mitte der achtziger Jahre wurden aus der Region um Bergen, Norwegen, wo die Dichte der Lachsaufzuchtanlagen sehr hoch ist, massenhafte Verluste an Lachssetzlingen gemeldet. Zunächst blieb die Ursache des Massensterbens unklar ...mehr
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Fleckenseuche

Weit verbreitet unter unseren Süßwasserfischen sind die sog. Fleckenseuchen, deren Erreger verschiedene Bakterienarten der Gattung Pseudomonas und Aeromonas sind ...mehr
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Furunkulose

Die Furunkulose ist eine bakteriell bedingte Infektionskrankheit (Aeromonas salmonicida), aus Amerika eingeschleppt, die gelegentlich Forellenartige aller Altersklassen befallen kann. Die Erkrankung tritt gehäuft im Sommer bei hohen Wassertemperaturen, bei Sauerstoffmangel, Überfütterung u.a. Stressfaktoren auf ...mehr
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Band- und Fadenwürmer

Man kennt heute sehr viele fischparasitäre Band- und Fadenwürmer, wobei sogar der Fachmann oft große Schwierigkeiten hat, sie exakt zu bestimmen. Für die Mehrzahl dieser Würmer ist ein komplizierter Entwicklungszyklus typisch, der in manchen Fällen noch nicht einmal genau bekannt ist (Fadenwürmer) ...mehr
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Nematoden (Fadenwürmer)

Nematoden sind die häufigsten Parasiten von Seefischen, die unter bestimmten Umständen auch Menschen gesundheitliche Probleme bescheren können. Vornehmlich bei Hering, Makrele, Kabeljau, Köhler, Lumb, Pollack und Rotbarsch werden diese Würmer gefunden, die in der Eingeweidehöhle der Fische leben und im Zuge des Ausnehmens und Filetierens in die Fischmuskulatur gelangen ...mehr
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Rotmaulseuche (ERM)

Rotmaulseuche (ERM) wird vom bakteriellen Krankheitserreger Yersinia Ruckeri verursacht. Diese Krankheit kann leicht mit der VHS verwechselt werden ...mehr
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[IBW] [Erythro] [SVC] [IPN] [Kratzer] [Metazerk.] [Argulus] [Fischegel] [Saprolegnia] [Kiemennekr.] [Drehkr.]
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